facebook
Deutsch English
LOGIN
   





Ein UL für harte Einsätze

So etwas gab's vermutlich noch nie: Comco Ikarus, Leichtflugzeugbauer aus Mengen, zeigt in Kooperation mit der Firma Teijin Aramid auf der Milipol in Paris ein zum Teil gepanzertes Ultraleichtflugzeug.

Auf der viertägigen Fachmesse für Sicherheitstechnik, die am 17. November in Paris beginnt, dürfte diese C42 ein echter Hingucker sein: Türen, Sitze und Bodengruppe des Ultraleichtflugzeugs sollen durch den Einsatz eines Ultra Hochfesten Polyethylen, namens Endumax® , Einschüssen standhalten. Typischerweise bekannt in Sicherheitskreisen unter der Abkürzung UHMWPE.

Entstanden ist das Projekt in Kooperation mit dem japanischen Chemie-Unternehmen Teijin Aramid GmbH, dessen deutsche Niederlassung in Wuppertal beheimatet ist. 35 Kilogramm wiegt die Panzerung, die ihre Standfestigkeit bereits unter Beweis stellen musste: Fünf Schüsse aus einer Kalaschnikow mit dem Kaliber 7,62 x 39 mm konnten der Tür nichts anhaben.

Dieses ungewöhnliche Extra wird allerdings auch in Zukunft nicht auf der Aufpreisliste von Comco Ikarus zu finden sein. Zielgruppe sind Behörden und Unternehmen mit sehr speziellen Einsatzprofilen unter härtesten Bedingungen. „Natürlich geht es hier nicht um eine ganz auf Maß geschneiderte Panzerung, sondern um einen Vorschlag, eine Vision, die mit einem Interessenten individuell diskutiert werden kann“, sagt Martin V. Klang, zuständig für Sales & Marketing bei der Teijin Aramid GmbH. Zu sehen ist das Flugzeug am Stand von Teijin Aramid, Halle 5, Gang P, Stand 068.
Aramidfasern kommen unter anderem in schusshemmenden Westen und in Panzerungen von Fahrzeugen zum Einsatz. Auch im Flugzeugbau spielt das Material eine wichtige Rolle.



   
Für mehr Freude am Fliegen